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Suite 608

  • Case
  • 1. Januar 2008 um 11:23
  • 1.350 Mal gelesen

Ein Cthulhu-Abenteuer aus dem Band Cthuloide Welten #18 (Jahrgang 2010). Suite 608 basiert auf der Kurzgeschichte „1408“ von Stephen King, die im Jahr 2007 unter dem Titel Zimmer 1408 verfilmt wurde.

Die Charaktere treffen im Grandhotel Arcadia ein, aus Gründen, die man sicherheitshalber sehr gut an die Gruppe anpassen sollte. Hier geschehen recht merkwürdige Dinge, die alle ihren Ursprung in dem besagten Zimmer Nr. 608 haben. In dem Abenteuer werden klassische Horrorelemente mit Mythosbezug versehen. Dazu später mehr.

Der Auftakt ist in jedem Fall fulminant gehalten und setzt gleich zu Beginn einen tolles Zeichen für die weiteren Geschehnisse. Im Anschluss daran müssen die Charaktere Nachforschungen im Hotel anstellen und geraten dabei immer tiefer in die dunklen Geheimnisse der Suite 608, sowie diverser Hotelangestellter. Den Abschluss bildet ein ebenso actionreiches Katz-und-Maus-Spiel inklusive kosmischem Horror.

Der Horrorteil rund um das Zimmer und der damit verbundenen Vorgeschichte funktioniert ausgezeichnet. Wer das Buch oder den Film kennt, wird eine grobe Vorstellung haben. Ein großes Problem der Handlung liegt jedoch in der Motivation der Spieler begründet. Sofern sie „nur“ Gäste sind, stellt sich ihnen die Frage, was sie hier eigentlich machen und warum sie eigentlich nicht abreisen. Zudem geraten sie früher oder später an bestimmte Nichtspielercharaktere, deren eigentliche Handlungsziele sie kaum auf die schnelle herausbekommen werden. Hier würde es sich anbieten, die Gruppe direkt durch den Hoteldirektor stärker in die Handlung hineinzuführen. Das sollte im Notfall auch durchaus unsubtil und direkt getan werden, um Zeit zu sparen.

Das zweite Problem besteht in der Mythoskomponente. Zum einen werden Charaktere dabei bewusst manipuliert (Stichwort Partikelträger), zum anderen wirkt das alles etwas aufgesetzt. Das brachiale Ende mit dem Wesen hat für die Spieler außer Tod oder Verwundung kaum eine Alternative anzubieten (außer logischerweise der Flucht). Im Anschluss bekommen sie es noch mit einem äußerst ortskundigen Wahnsinnigen zu tun. Alles in allem eine sehr schlechte Ausgangslage.

Um ihre Haut zu retten, müssen die Charaktere im Grunde das Leben der anderen Gäste gefährden (Stichwort Feuer). Alternativen hierzu sind relativ unwahrscheinlich.

Die beiden geschilderten Probleme haben ein ansonstenen hervorragendes Abenteuer durchaus beeinflusst. Ersteres kann man relativ leicht abstellen, beim zweiten muss man sich wirklich gut vorbereiten. Gleiches gilt übrigens für den Grundriss des Hotels. Die beiliegende Karte ist leider nicht akkurat, es fehlen bspw. Fahrstühle und Treppen in den Keller. Das kann während des Spiels schon mal für Irritationen sorgen.

Fazit: Spielenswert und mit Anpassungen ein echtes Highlight.

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