Die Bestie II: Inselreigen #05

Das Finale auf Malta beginnt. Die Investigatoren gelangen an das Ende von mehreren parallelen Handlungssträngen und müssen etliche Puzzlestücke zusammensetzen, nur um zu erkennen, das sie Figuren in einem tödlichen Spiel waren.

  • Despina von Bodenschwing
  • Edward Watkins
  • Vitus Hartmann
  • (Angus Fergusson)

Ende Januar 1929

Die Zeit wird knapp

Die mysteriöse Karte

Wir untersuchen die in dem versenkten Fischerboot gefundene Karte. Neben Städten und Dörfern sind zwei- bis dreistellige Zahlen notiert. Nachdem wir einen Platz mit einer besonders hohen Zahl aufgesucht haben, kommen wir schließlich darauf, dass es sich um die geschätzte Opferzahl handelt, die im Falle eines Anschlags zu erwarten wäre. Daher sind Zahlen bei belebten Plätzen und Ballungszentren sehr hoch. Wir ermitteln, dass es an den Orten mit den höchsten Zahlen bereits Anschläge gegeben hat.

St. Julian Canned Food Fabrik

Da wir Hinweise erhalten haben, dass sich das Hauptversteck der Separatisten auf einem stillgelegten Gelände der St. Julian Canned Food befindet, lassen wir unsere Aufklärer verstärkt nach der betreffenden Fabrik suchen. Sie werden in einem kleinen Fischerdorf nördlich von Valletta fündig.

Wir begeben uns sofort dorthin, da unser „Vorgesetzter“ Montague uns berichtet, dass sich die internationale Krise weiter zuspitzt. Die Fabrik ist am Wasser gelegen und stark befestigt. Wir können Sandsäcke, Maschinengewehre und einen Mörser ausmachen. Unebenheiten auf dem Boden deuten auf Minen hin. Es erscheint uns unmöglich, unbemerkt auf das Gelände vorzudringen.

Um den Stützpunkt zu stürmen, erstatten wir der Admiralität Bericht, die nach Generals McPhees Ermordung einen Einsatz genehmigen kann. Hier erweist sich Edwards Geschick im Polotunier als Rettung. Von seiner Schneidigkeit tief beeindruckt, genehmigt ihm die Admiralität 20 gut ausgebildete Soldaten, mit denen wir den Angriff auf die Fabrik wagen können.

Stürmung des Separatistenstützpunktes

Der Angriff erfolgt gut koordiniert und konzentriert sich auf die beiden Maschinengewehre. Wir seilen uns an der Steilwand ab und kämpfen uns langsam vor. Der gezielte Einsatz von Handgranaten erleichtert das Vorankommen. Ein Mann mit einer Bombe kann durch einen gezielten Schuss gestoppt werden, so dass von unserer Gruppe niemand ernsthaft zu Schaden kommt. Nichtsdestotrotz fällt die Mehrzahl unserer Soldaten im anhaltenden Kugelhagel.

Am letzten Gebäude liefern sich Edward und Despina einen Schusswechsel, bei dem Despina verwundet wird. In dem Raum befindet sich ein medizinisches Labor, das vom letzten Überlebenden der Separatisten mit einer Handgranate gesprengt wird. Wir erleiden alle leichte Verwundungen. Der Mann wird später als Galea identifiziert. Wir finden Pläne zu Anschlägen, die durch unseren Einsatz verhindert werden konnten.

Des Weiteren stoßen wir auf ein Dokument für den Hafenmeister von Valletta, in dem er dazu aufgefordert wird, amerikanische Schiffe zu behindern und den Zoll für sie zu erhöhen. Ziel war die Verschärfung des Konflikts zwischen Großbritannien und den USA. Unterzeichnet ist es von Sergeant Shorley, der sich einer Verhaftung entzieht, indem er Selbstmord begeht. Ein Soldat findet eine weiße Federboa, die wir Alicia Livingstone zuordnen.

Unsere Tarnung fliegt auf

Nachdem die Hintergründe und Manipulationen aufgedeckt wurden, entspannen sich die Beziehungen zwischen den USA und Großbritannien wieder. Es soll ein Ball stattfinden, der im Radio übertragen wird.

Montague will am nächsten Tag mit uns sprechen. Wir ahnen bereits, dass unsere Tarnung nicht mehr lange standhalten wird und bereiten uns auf die Flucht vor.

Am nächsten Tag werden wir von zwei Wachen zu Montague begleitet. Wir nehmen vorsichtshalber die in der Burg Hauptmann gefundenen Gegenstände mit, da wir davon ausgehen, Malta so schnell wie möglich zu verlassen. Die Wachen lassen uns in einem Sitzungsraum zurück, in dem eine Mappe mit Informationen zu Colonel Dorset liegt. Laut der Meldung soll sich Dorset in Afghanistan befinden und wir sollen wie befürchtet als Hochstapler verhaftet werden.

Das Artefakt

Ein Brief an den Colonel liegt dem Schreiben bei, in dem ein Arzt des Royal Hospital Chelsea, Dr. Jeffrey Nelson Robert, von einem sonderbaren Patienten berichtet.

Der Arzt Dr. Amos Gardener hatte den Patienten Gus Lister in das Gozo Sanatory gebracht, in dem Dr. Roberts arbeitete. Dr. Gardener war von Schuldgefühlen geplagt und kam seitdem für die Unterbringung Listers auf.

Gus Lister war Wachsoldat bei einer Ausgrabung, die von einem Dr. Cromwell geleitet wurde. Ihr Ziel war die Bergung eines nicht näher spezifizierten Artefakts in einer alten Bunkeranlage. Dieser Gegenstand verwirrte alle Menschen in seiner Umgebung emotional und tötete sie schließlich. Aus diesem Grunde konnte auch niemand sagen, wie genau das Artefakt beschaffen sei, geschweige denn funktionierte, da alle, die in seine Nähe kamen, unweigerlich den Tod fanden.

Schließlich setzte man Kriegsgefangene ein, die mit einem Mikrofon ausgestattet wurden, um aufzuzeichnen, was im Bunker geschah. Alle bis auf den Patienten Lister fanden den Tod. Er hatte zu der Zeit eine Mittelohrentzündung und war deshalb gegen die Klänge des Artefakts teilweise immun. Doch auch wenn er nicht an den Folgen starb, wurde er nach kurzer Zeit katatonisch und war nicht mehr ansprechbar.

Der Leiter Dr. Cromwell und seine Mitarbeiter hörten sich das Tonband an, welches die Gefangenen aufgenommen hatten. Sie alle starben dabei. Dr. Gardener war nicht zugegen und fand die Leichen der Wissenschaftler.

Kurz nachdem Dr. Gardener dann den Patienten Lister bei Dr. Robert abgegeben hatte, beging er Suizid. Wie Dr. Robert berichtet, war Gardener schon bei dem Gespräch mit ihm höchst verwirrt und emotional instabil. Er beschrieb seine Eindrücke so, dass er „Töne spüren und Farben riechen“ könne.

Der Bunker, in dem sich das tödliche Artefakt befand, wurde von der Regierung gesprengt und das Tonband in einem Banksafe verwahrt. Dort hatten es die Separatisten unter Leitung von (vermutlich) Alicia Livingstone gestohlen.

Mithilfe des Tonbandes konnte Livingstone auch die HMS Phlegton in ihre Gewalt bringen und den Anschlag auf den Senator durchführen. Hier überlebte ebenfalls nur ein Mann, der sein Gehör verloren hatte.

Dr. Robert glaubt zwar nicht an die Existenz des tödlichen Tonbandes, er weist in seinem Brief an Dorset aber dennoch darauf hin, dass die Übertragung eines solchen Tonbandes im Radio verheerende Folgen hätte.

Der Plan

Jetzt endlich verstehen wir, was Alicia Livingstone und die Mächte, für die sie arbeitet, planen. Das Tonband soll im Radio abgespielt werden und so eine große Menge Menschen treffen. Es war alles arrangiert. Auch unsere Anwesenheit und die künstlich herbeigeführte internationale Krise haben lediglich das Ziel, dass nach der Beilegung der Streitigkeiten möglichst viele Menschen Opfer des im Radio abgespielten Tonbandes werden. Wir waren manipuliert worden und alles war genauso gekommen wie von Livingstone geplant. Neben dem Sicherheitsbeauftragten Harper und Sergeant Shorley scheint auch Montague an der Verschwörung beteiligt zu sein, jedenfalls ist er spurlos verschwunden.

Unsere einzige Chance ist es, die Übertragung zu verhindern.

Der Ball

Der Ball findet in der Nähe statt und hat bereits begonnen. Wir gelangen in den Saal und versuchen, das Tonbandgerät ausfindig zu machen. Insbesondere Edward wird von den Gästen immer wieder aufgehalten, die mit dem berühmten Colonel sprechen wollen.

Das Tonband wird abgespielt

Auf der Bühne erscheint nun eine weißgekleidete Dame mit einer Federboa, wie wir sie auch im Separatistenlager gefunden haben. Hinter ihr wird ein Tonbandgerät aufgebaut. Edward, Despina und ich stürzen zur Bühne, doch das Tonband wird bereits abgespielt.

Die Wirkung der Klänge ist beeindruckend. Die Ballgäste verfallen in die unterschiedlichsten Emotionen: Trauer, Panik, Wut, Freude. Einige gehen aufeinander los, andere werden von Weinkrämpfen geschüttelt. Auch Despina beginnt hysterisch zu lachen, während Edward völlig niedergeschlagen wirkt. Ich versuche, das Tonbandgerät mit meinem Medizinkoffer zu treffen, erziele aber keinerlei Wirkung. Während Despina all ihren Willen aufbringt und die mysteriöse Frau mit der Federboa erschießt, schleppt Edward sich mit letzter Kraft auf die Bühne und schaltet das Tonband ab.

Durch den Saal breitet sich eine Schockwelle aus, die die Gäste zu Boden wirft, dann bricht Panik aus und alles stürmt zu den Ausgängen.

Wir untersuchen die junge Frau, bei der es sich entgegen unserer Vermutung doch nicht um Alicia Livingstone handelt. Sie hat eine Narbe am Kopf und uns fällt wieder ein, dass im Krankenhaus Akten geschwärzt worden waren, in denen sich Hinweise zu Patienten befanden, die „Dinge im Kopf“ gehabt hatten.

Unsere Flucht

Nachdem das Schlimmste verhindert werden konnte, entschließen wir uns zur schnellen Flucht, bevor man uns als Hochstapler verhaftet. Vor dem Saal treffen wir auf Senator Johnson und seine Frau. Er hat die Vorkommnisse gut überstanden, da er wohl recht schwerhörig ist. Aus Dankbarkeit nimmt er uns auf seine Yacht mit und bringt uns sogar nach Alexandria.

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