Crimson Letters #01

Auf zu etwas Großem: Die Bestie wartet!

Vorbei die Zeit der One-Shots und der Sandbox-Abenteuer. In den kommenden Monaten (Jahren?) wird sich Chaotisch Neutral mit der Cthulhu-Kampagne Die Bestie auseinandersetzen. Den Auftakt, quasi der Prolog für die Investigatorengruppe II, macht dabei das aus dem CoC Rulebook 7E stammende Crimson Letters.

+ + + Teilnehmer der Spielrunde auf der anRUFung 2015 bitte nicht mehr weiterlesen 🙂 + + +

Die nachfolgenden Aufzeichnungen stammen aus den penibel geführten Geschäftsunterlagen von Mitzie Weintraub, einer ansässigen Antiquitätenhändlerin aus Arkham.

Geschäftsbericht von Mitzie Weintraub, Arkham, 1. Oktober 1924

Der Umsatz ist derzeit mäßig. Damit ist für mich Zeit genug, der Bitte des Dekans der Miskatonic Universität nachzugehen und ihn aufzusuchen. Mal schauen, was dabei rausspringt. Viel Hoffnung habe ich nicht, Universitäten sind noch nie als die lukrativsten und effizientesten Geschäftspartner bekannt gewesen.

Überraschenderweise erscheinen noch vier weitere Personen zu dem Treffen: Martha Greenwood, Rose Morgan, William Hutchings und Henry Harris. Zwei Alte mit Dutt, Angestellte der Uni, ein stummer Student und ein typischer Anwalt.

Der Dekan Bryce Fallon erklärt unserer zusammengewürfelten Truppe, dass es einen Todesfall auf dem Campus gegeben habe. Charles Leiter, Experte für neuenglische Kolonialgeschichte, wurde tot in einem abgeschlossenen Raum aufgefunden, außerdem sei das bedeutsame Dokument “Hexenprozesse aus Salem” (wertvoll) gestohlen worden.

Das Buch ist ein Erbe der alten Familie Hobbhouse aus Providence, die Papiere wurden von der Familie Cobb verwaltet. Letztere hatte im April zwecks Untersuchung des Buches eine Vereinbarung mit der Miskatonic Universität getroffen.

Wir erklären uns allesamt bereit, Recherchen zu dem Fall anzustellen. Als mein Honorar habe ich 50 Dollar pro Tag inklusive Spesen ausgehandelt, gültig für eine Woche, danach müsste neu verhandelt werden (der Anwalt hat das gleiche Honorar, also ein gutes Geschäft).

Ergebnisse Tag 1

Dr. John Wheatcroft hat den Totenschein ausgestellt und lässt einige von uns bei der Autopsie zuschauen. Auffällig ist der Gesichtsausdruck des toten Dr. Leiters, mit weit aufgerissene Augen. Gruselig. Wheatcroft meint, er sei an massivem Herzinfarkt gestorben. Außerdem habe eine thermische Reaktion stattgefunden. Keine Ahnung, aber glücklich und entspannt war der Kerl zu dem Zeitpunkt seines Todes sicherlich nicht.

Die Assistentin Leiters, Emilia Court, erzählt uns, dass Leiter sich in der letzten Zeit vage verfolgt gefühlt habe. Professor Harland Roach war ebenfalls mit der Aufarbeitung der Dokumente betraut. Leiter und er mochten sich wohl nicht besonders. Der, laut Emilia unangenehme, Student Anthony Flinders war auffällig an der Untersuchung der Dokumente interessiert, wurde aber nicht von Dr. Leiter aufgenommen.

Das Büro Leiters ist in einem chaotischen Zustand. Im Kamin liegen einige halbverbrannte Zettel und Bücher. Unter dem Schreibtisch finde ich einen Spieljeton. Rose zerbröseln ein paar Zettel, als sie versucht, diese zu entziffern. Es befinden sich hier überraschenderweise keine Bücher zum Fachgebiet Leiters. An der Wand hängt ein Gemälde mit einer Widmung “Besten Dank, C.H.”.
Rose beschäftigt sich mit den Spiegelscherben auf dem Boden, sie meint ein Auge – nicht ihr eigenes – zu sehen und fühlt, wie etwas sie am Arm berührt… Sehr unheimlich! Sie scheint wie meine liebe Großmutter einst sehr sensibel zu sein.

Auf zum zweigeschossigen Apartment Leiters. Wir finden:

  • einen halbgepackten Koffer
  • ein Reisezugticket nach Atlantic City
  • ein Rechnungsbuch mit recht hohen Summern
  • eine Rechnung über Bolzen und Schlösser
  • gefälschte Skulpturen und Bilder
  • Bücher über das 17. Jahrhundert (wohl die fehlenden aus seinem Büro)
  • Briefkopf meines Konkurrenten Wick (Geschäftsführer des Ladens “Bedenkenlose Kleinigkeiten”), er wolle sein Angebot erneuern
  • Brief aus dem Arkham Asylum, der Vormund eines C. Hunters könne nicht gefunden werden und Dr. Leiter möge sich bitte melden (der C.H. von der Widmung?)
  • das Tagebuch Leiters mit Liebesseufzern bezüglich einer Lucy Stone
  • ein Streichholzpäckchen aus dem Diner “Hibb’s Roadhouse”
  • ein aufgehebeltes Fenster

Vor dem Apartment entdecken wir mit einem Blick aus dem Fenster ein parkendes Auto, Kennzeichen aus Atlantic City, New Jersey, mit zwei Männern. Warten die auf uns?!


Geschrieben von Pea.

2 Gedanken zu „Crimson Letters #01“

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