König …! …Reich …! …unten! #04 – Abgründe tun sich auf

Nach einiger Überlegung beschließen die Abenteurer die Nacht für eine Untersuchung des Burgsteins zu nutzen. Der drohende Termin mit der Polizei am kommenden Tag mag ein übriges dazu beigetragen haben.

Als die Gruppe zu Fuß unterwegs ist, gelangen sie auf ihrem Weg zunächst an die Talsperrenbaustelle. Dort herrscht Ruhe, jedoch patroullieren vereinzelt Bauarbeiter über das Areal.

Nachdem das Torschloss geknackt wurde begeben sich die Abenteurer hastig zur Staumauer und schließlich in das Bauwerk hinein.

Dort werden sie gewahr, dass hier anscheinend unheilige Dinge am Werk sind. Das Innere der Staumauer ist mit fremdartigen Reliefs und Glyphen übersät. Da der Ausgang auch verschwunden zu sein scheint, dringt die Gruppe weiter in das Mauergewölbe vor.

Schließlich entdecken sie eine riesige, noch unvollkommene Kathedrale, die keinen menschlichen Ursprung zu haben scheint. In der Mitte dieser Halle sitzt der Rattenkönig und über ihm schwebt der schwarze Gral. Ein Heer von Ratten umgibt ihn und macht eine Anäherung auf weniger als 50m unmöglich.

Nach vielen vergeblichen Versuchen, Stunden des Probierens und letzlich dem Versiegen aller mitgeführten Lichtquellen und dem drohenden Wahnsinn geschuldet, überwindet sich die Gruppe zu einem gezielten Schuss aus einem Jagdgewehr auf den schwarzen Gral.

Ob Glück oder Können, der Schuss trifft und der Gral explodiert in einem kalten Licht und hinterlässt Dunkelheit und Zerstörung. Die Charaktere fliehen zusammen mit den Ratten ins Freie.

Nachdem man sich wieder ins Gasthaus gerettet hat, folgt das Polizeiverhör. Zwei Gruppenmitglieder haben sich Rattenbisse und Beulenpest zugezogen. Außerdem müssen sich die Abenteurer wegen der ungeklärten Todesumstände des Wolfsrudels erklären. Aus Mangel an Beweisen kommt es zu keiner Verurteilung, jedoch zu einer Strafe wegen unerlaubten Besitzes von Sprengstoff.

In der Gegend um den Burgstein kommt es zudem zu einem Ausbruch von Pest, der einige Opfer fordert.

Die Gruppe begibt sich in medizinische und psychatrische Betreuung.

König …! …Reich …! …unten! #03 – Für Uwe!

Der Morgen im Gasthaus beginnt mit der Nachricht von dem Tod des Ehepaares Jäger sowie Herrn Bollwinkels. Als die Gruppe daraufhin das Forsthaus untersucht, findet sie nur noch verkohlte Reste, die von einem Brand zeugen. Unweit des Hauses entdecken sie eine Spur niedergewalzten Grases, die sich auf einer Breite von etwa vier Metern entlang durch den Wald zieht.

Die Gruppe trennt sich und beginnt mit Nachforschungen in den Aufzeichnungen der Geilsdorfer Kirche. Die weitere Untersuchung der Spur im Wald bleibt bis auf eine grobe Schätzung der Richtung (Damm-Baustelle) ohne größere Erkenntnisse. Die Recherche in den Kirchenbüchern ergibt neue Hinweise auf das Wüten der Pest in der Region.

Während die Nachforschungen in der Kirche andauern, besucht ein Teil der Gruppe den Amtmann im Talsperrenamt und trifft dort auch Pfarrer Limmer. Auf der ausgehängten Baukarte lassen sich verschiedene Bauabschnitte ablesen.

Mit einer Messe in der Kirche endet der Tag und die Abenteurer begeben sich zurück in ihr Quartier.

Am nächsten Morgen fährt die Gruppe nach Krebes. Auf der Fahrt entdecken sie die Überreste des Lagers von Wolf und seinen Mitstreitern. Neben einigen Aufzeichnungen und merkwürdigen Steinen werden sie von einer Unzahl von Ratten attackiert, können aber fliehen. In Krebes informieren sie die Polizei über den Fund des Lagers und den sich dort befindlichen Leichen. In Krebes selbst scheinen die Einwohner so merkwürdig wie die Jägers zu reagieren. Auch gibt es hier keine Hunde oder Katzen.

Auf der Rückfahrt untersuchen die Abenteurer die Baustelle am Fuße des Burgsteins und entdecken in einem Baufahrzeug die Leiche eines Bauarbeiters. Die Gruppe fährt schließlich weiter zur Hauptbaustelle des Dammes und lernt dort den Bauingenieur und dessen Vorarbeiter kennen.

 

König …! …Reich …! …unten! #02 – Die Sache nimmt Fahrt auf

Nachdem die Charaktere endlich eine ruhige Nacht im “Goldenen Löwen” verbringen konnten, machen sie sich am nächsten Tag zunächst zum hiesigen Talsperrenamt auf und treffen dort den Verantwortlichen Amtmann Heinz Gelbert. Dieser erteilt gerne Auskunft über den Stand der Arbeiten und merkt an, dass einige Bürger von Geilsdorf entschieden gegen das Talsperrenprojekt sind. Insbesondere der Förster Herr Jäger ist ihm aufgrund seines forschen Auftritts unangenehm aufgefallen, wobei dieser sich seit etwa zwei Wochen nicht mehr hat blicken lassen.

Daraufhin beschließen die Charaktere das Forsthaus des besagten Herrn Jägers aufzusuchen. Sie treffen dort Helmut Jäger, seine Frau Hertha und einen Mitarbeiter des Försters Uwe Bollwinkel an, die sich zunehmend merkwürdig verhalten. So scheinen alle etwas abwesend zu sein, Telefongespräche mit einem toten Telefon zu führen und schon immer entschiedene Befürworter des Talsperrenprojektes gewesen zu sein. Jäger gibt zu, von dem Dorfschullehrer Hellwig angetrieben worden zu sein, dem Sensationsreporter Wolf einen Brief über die mysteriösen Umstände in der Gegend geschrieben zu haben. Eine Einladung zur Übernachtung schlagen die Charaktere freundlich aber bestimmt aus und machen sich auf den Weg zu Dorfschullehrer Hellwig.

Dieser ist ein netter und umgänglicher Zeitgenosse, der die Zerstörung der Landschaft und kulturrellen Schätze der Umgebung fürchtet und sich daher gegen das Talsperrenprojekt ausspricht. Herr Hellwig verfügt zudem über eine große Sammlung an lokalen Geschichts- und Sagenbüchern. Die Charaktere erfahren, dass er zusammen mit Jäger und Hermann Vogel aus Krebes eine Gruppe mit dem Namen “Ritter des Sonnenordens” gegründet hat und alte, folkloristische Traditionen wieder aufleben lassen wollte. Die Abenteurer erfahren zudem von Ortspfarrer Limmer, der der Kirche von Geilsdorf vorsteht und über ein großes Archiv mit historischen Aufzeichnungen von Kirchengeschichten verfügt.

Daraufhin besucht die Gruppe im Anschluss an das Treffen mit Hellberg die Kirche und lernt Pfarrer Limmer kennen. Sie erfahren hier ansatzweise die Geschichte der Kirche und die Rolle, die der Deutsche Orden dabei gespielt hat. Limmer weist die Charaktere noch auf die beiden Kirchen auf dem Burgstein hin und bittet den Geistlichen der Gruppe, die nächste Andacht zu halten. Als die Charaktere noch die Kirchenglocke untersuchen, entdecken sie dort die lateinische Inschrift “wider Ungeziefer und Pestilenz” darauf.

Die zweite Hälfte des Tages beschließen die Charaktere den Burgstein in Augenschein zu nehmen. Auf dem Berg angekommen, entdecken sie die Ruinen von zwei alten Kirchen. In der ersten, älteren der beiden Gebäude finden sie im eingestürzten Boden eine Kammer, in der Dutzende von Tierskeletten liegen, die alle fein säuberlich abgenagt sind. Zudem können sie unter einer Bodenplatte die Grabstätte eines Ordensritters ausfindig machen, dessen Arme vor der Brust etwas gehalten zu haben scheinen, nun aber mitsamt der Hände fehlt. Auf der Steinplatte ist von innen das Wort “Kaspar” eingekratzt worden. Daneben findet sich ein eingraviertes Pestilenzschild und der Spruch “Ritter, folg’ dem Schwarzen Gral! * Gral, hol’ den Schwarzen Tod! * Tod, nimm den Schwarzen Ritter!”. In der neueren Ruine findet sich nichts Besonderes. Am Fuße des Burgsteins entdecken de Charaktere ein Baufahrzeug, was dort nicht unerhebliche Erdarbeiten ausgeführt zu haben scheint.

Bevor sich der Tag dem Ende neigt, kehren die Abenteuerer zurück zum Goldenen Löwen.

 

König …! …Reich …! …unten! #01 – Eine Reise, die ist lustig

Das Auftaktabenteuer zur Cthulhu-Kampagne beginnt in einem Eisenbahnwagen der Reichsbahn von Nürnberg nach Berlin. Die Charaktere, die sich zufällig dasselbe Abteil teilen, nutzen die Reise um sich rudimentär miteinander bekannt zu machen.

Während der Fahrt durch das Vogtland hören sie auf einmal einen dumpfen Schlag auf dem Dach des Wagens und werden Zeuge, wie ein Mann ihnen bei voller Fahrt etwas zubrüllt: “König!… Reich!… Unten!”. Einen Augenblick später wird der Mann von einem Strommast erfasst und bereitet den Abenteuern ihren ersten Schockmoment.

Erste Nachforschungen ergeben, dass der Mann ein gewisser Jonas Wolff und offenbar Autor vieler okkulter Bestseller war. Nachdem der Zug seine Fahrt in Richtung Plauen fortsetzt, scheinen die Notbremsen nicht mehr zu funktionieren und die Gruppe kann in letzter Sekunde eine Katastrophe im Bahnhof von Plauen verhindern. Es stellt sich heraus, dass der Lokführer von merkwürdigen Stimmen faselt und sich bei erster Gelegenheit einen Stift durch das rechte Ohr rammt.

Alle Passagiere des Zugs werden in zwei Plaunener Hotels untergebracht. Als die Charaktere sich zur Ruhe begeben haben, weckt sie beißender Qualm – es brennt in ihren Zimmern. Noch bevor sie sich in Sicherheit bringen können, vernehmen sie einen Schrei aus einem weiteren Zimmer. Ihr Abteilnachbar Dr. Senft liegt tot am Boden. Offenbar hat er an die feiliegenden Kontakte des Lichtschalters gegriffen.

Kurz darauf explodiert eine ganze Etage des anderen Hotels. Eine Gasexplosion wie die Polizei mitteilt. Die verbliebenden Passagiere werden in einer angrenzenden Turnhalle untergebracht und verbringen dort die Nacht.

Am nächsten morgen organisieren sich die Charaktere einen fahrenden Untersatz und beginnen erste Nachforschungen in der Plaunener Bibliothek. Ebenso stellen sie den Kontakt zu dem Verleger von Wolff her, der sie mit Recherche über denVerbleib von Wolff Manuskript beauftragt.

Die nächste Spur führt die Abenteurer in das naheliegende Dorf Geilsdorf, wo sie im lokalen Gasthaus unterkommen.