The Sense of the Sleight-of-Hand Man 13

Das 13. und letzte Kapitel der Traumlande-Kampagne bricht an. Können die Abenteurer den Traumlanden entfliehen? Wird Rache an Lao geübt? Was ist mit dem Schwur des Ghouls? Und ist der Traumstein wirklich so mächtig, wie es scheint? Ist der Mann im Mond geschlagen? Und ... welche List hat Nyrlathotep noch in der Hinterhand?`

Humphrey begleitet uns bei unserer Abreise, er will aus „persönlichen Gründen“ zum Fluss Nir, der in der Nähe unseres Zielorts Ulthar beim verwunschenen Wald fließt. Auch der schwarze Kater, mit dem Damien Freundschaft geschlossen hat, macht sich mit uns auf den Weg über Hlanith durch die Karthanischen Hügel.

Ulthar wirkt friedlich und idyllisch; Alkohol ist verboten und alle Katzen müssen gut behandelt werden. Nahe Ulthar liegt der verwunschene Wald, in dem es gefährliche Kreaturen geben soll; von Kranos, dem Bürgermeister der Stadt, erfahren wir, dass uns nur der Hüter der Träume in den verzauberten Wald führen könne. Auf Stippvisite in Ulthar finden wir im Tempel der Älteren Götter einen Brunnen, in dessen spiegelnder Wasseroberfläche wir ein weißes, unfertig wirkendes Gesicht einer Gestalt sehen, die uns die Kehle durchschneidet. Es kommt zum Kampf mit einer dieser Gestalten, die jedoch einzeln relativ leicht zu bekämpfen sind. Es wird vermutet, dass Nyarlathotep selbst sie uns auf den Hals gehetzt hat.

Auf dem Rückweg zu unserer Herberge beobachten wir einen Penner, vor sich eine leere Weinflasche – Alkohol ist hier ja verboten - und umringt von ihn auslachenden Kindern. Ein Stück weiter werden wir wieder von den unfertigen Wesen angegriffen, diesmal hat sich deren Anzahl aber verdoppelt. Trotzdem können wir den Kampf für uns entscheiden – anscheinend werden diese Wesen stärker, je länger wir uns hier aufhalten.

Als wir uns nachts in der Herberge schlafen legen, erscheint uns im Schlaf der Hüter der Träume – der vermeintliche Penner. Er berichtet uns, dass wir seinen Schlüssel und seine Karte für den verwunschenen Wald benötigen, im Austausch dafür sollen wir ihm eine ganz besondere Blume bringen, Kalyxes. Nichts anderes dürften wir aus dem Wald mitnehmen!

Wir machen uns gleich nachts auf den Weg, da die uns verfolgenden Schatten Nyarlathoteps immer zahlreicher werden; die Katzen helfen uns, sie abzulenken, während wir im Dickicht des Waldes verschwinden. Je tiefer wir in den verwunschenen Wald vordringen, desto kranker werden die Bäume. Auf einer Lichtung mit einem Steinaltar sehen wir vier nackte Menschen, die es sich sichtlich gut gehen lassen. Wir beachten sie nicht weiter und gelangen zu einer weiteren Lichtung mit verdorrtem Gras, auf der es nach Verwesung riecht. Auf einer steinernen Luke wächst eine 30 cm hohe Blume, Kalyxes. Die steinerne Luke ist die Gegenseite der Falltür von Koth, durch die wir damals nicht durchgehen konnten. Hinter einem kleinen Spalt der Luke sehen wir ein rotes Augenpaar, das jede unsere Bewegungen verfolgt. Der erste Versuch eines Vorstoßes endet abrupt, als ein sechs Meter langer Arm aus der Luke schnellt und uns zu greifen versucht.

Gemeinsam träumen wir also die Blume zu uns, aber bei einem letzten Blick auf die steinerne Platte sehen wir ein Steinfragment – das letzte unserer Steintafel? Nach einem nicht einstimmigen Beschluss lassen wir die Scherbe wie von dem Hüter der Träume angeordnet liegen und begeben uns auf den Rückweg. Der Hüter ist zufrieden, gibt uns den silbernen Schlüssel für den verwunschenen Wald und – das echte letzte Steinfragment für unsere Tafel.

Auf dem Weg durch den verwunschenen Wald zieht ein Gewitter auf, Dinge fallen vom Himmel, ein blasser Mann – Vredni Vorastor? - scheint am Himmel eine Heerschar anzuführen. Wir hören Flüstern, sehen undeutliche Bewegungen auf unserem Weg, aber unser Säbel zeigt uns die sichere Richtung, in die wir gehen müssen. Eine schwarze Lache auf dem Waldboden zieht uns magisch an, in ihr ist erst die Silhouette von New York zu sehen, dann The Peach Blossom, der Laden, in dem die ganze Geschichte anfing, dann Lao, der eine Scherbe begutachtet. Nach dieser Vision wieder zurück im Wald, verfolgt von Nyarlathoteps Schergen, flüchten wir zu einem Baum, aus dem ein Licht scheint, gelangen so zu einer Treppe und steigen diese nach unten. Schwärze.

Wir erwachen, jeweils mit einer Sonde versehen, in der Katatonie-Abteilung des Bradbury Asylum und sehen weder aus wie in der wachen Welt, noch wie unsere kriegerischen Abbilder in den Traumlanden, sondern wie heruntergekommene Obdachlose. Eine leise Stimme aus dem Nichts flüstert uns zu: „Findet mich“. Nachdem wir einen Wachmann überwältigt haben entkommen wir mit seinem Auto in einer zweistündigen Fahrt nach New York. Wir fingieren einen Anruf bei der Polizei und lösen so eine Razzia im Peach Blossom aus. Im Trubel der Ereignisse gelangen wir zu Lao, der inmitten der Schusswechsel und des Geschreis gelassen an seinem Schreibtisch sitzt und wohl sein eigener Herr zu sein scheint. Er gibt uns die Scherbe überraschenderweise ohne Gegenwehr.

Anschließend laufen wir von einem starken Drang getrieben zu einem Friedhof, an dem wir wie besessen ein Grab mit bloßen Händen ausgraben – Das Versprechen, das wir Maedeker, dem Ghoul aus der Unterwelt gegeben hatten, muss eingelöst werden. Wir öffnen also den Sarg – und essen wider Willen die verwesenden Überreste darin; Maedeker bedankt sich bei uns für die ewige Ruhe, die wir ihm damit ermöglicht haben. Schwärze.

Wir erwachen als Kultisten aus bester Gesellschaft bei einer Seance. Nyarlathotep erscheint und verlangt den Stein für sich. Wir konfrontieren ihn aber mit dem Inhalt der Sage, die wir im Verlauf unseres Abenteuers zur Überlistung von Nyrlathotep gehört haben und verbannen ihn, so dass er geschlagen zu Boden sinkt – und gleich lachend wieder aufsteht, sich die Scherbe nimmt und verschwindet ...

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