The Sense of the Sleight-of-Hand Man 12

Wir landen mit der schwarzen Galeere in der Stadt Ilek-Vad, das von Wasser umgeben aus wunderschönen Kristalltürmen und -häusern besteht, und in dem die Menschen mit den Gnorri, delphinähnliche Wasserwesen, in friedlicher Symbiose leben. Am Hafen begrüßt uns ein Empfangskomitee in allen Ehren; deren Redner Master Bra erklärt, dass wir in sechs Stunden zum Dinner mit ihrem König eingeladen sind. Wir bedanken uns und erkunden die Stadt; es herrscht hier ein ewiger Sonnenuntergang, Zeit scheint für die Bewohner keine Rolle zu spielen. Also begeben wir uns nach einem kurzen und ertraglosen Abstecher zum Tempel des Kiras, dem Gott der Dämmerung, direkt zum Schloss. Vor diesem tummeln sich diverse Katzen, die allesamt unsere Annäherungsversuche mehr oder weniger ignorieren. Nur Damien, eigentlich eher desinteressiert an den Samtpfoten, kann mit einer schwarzen Katze namens Arram Freundschaft schließen. Arram verspricht Damien, auf ihn aufzupassen.

Wir betreten das Schloss, streifen durch verschiedene Räume und Gänge und treffen dort zunächst auf keinerlei Lebewesen, bis wir endlich auf den König stoßen – Randolph Carter begrüßt uns freundlich in seinen Gemächern und erzählt uns, ein goldenes Getränk zu sich nehmend, seine Geschichte; er betrat mit dem silbernen Schlüssel die Traumlande und hatte Kontakt zu verschiedenen Wesenheiten, ja, den alten Göttern selbst. Dieses Wissen erweitert zwar unseren Horizont beträchtlich, kostet uns aber auch mehr und mehr geistige Stabilität, so dass wir ihn schlussendlich bitten, mit seiner Erzählung aufzuhören und mehr oder weniger zerrüttet schlafen gehen.

Der Schlaf währt nicht lange, ein Gong weckt uns. Die Mauern des Schlosses lösen sich auf, fliegen weg, riesige fliegende, schlangenhafte Wesen, Diener des Nyarlathotep, schnappen uns mit ihren scharfen Krallen und fliegen mit uns bis in die Schwärze des Mondes, wo sie uns auf einem Kristallturm absetzen. Dort beobachten wir eine Unterhaltung Carters mit einem schwarz gekleideten Mann und können Gesprächsfetzen belauschen; wie es um New York, Nairobi, Shanghai und weiteren Städten der wachen Welt stünde und wie weit es mit der Aufführung, dem Spiel gediehen sei. Der schwarze Mann bietet Carter von dem bereits bekannten goldenen Getränk an. Ein Verhängnis vermutend stürzen sich einige todesmutig auf die beiden. Wie sich dann rasch herausstellt, handelt es sich bei dem schwarzen Mann um Nyarlathotep selbst, der uns fast getötet hätte, wäre nicht dank Damiens Intervention zu unserer Rettung Nodens erschienen, der Nyarlathotep nicht nur hier, sondern aus Ilek-Vad selbst vertrieb.

Bei dem späteren Gespräch mit Carter zurück im Schloss erfahren wir, dass dieses goldene Getränk namens Paizu die ganze Stadt eingelullt hatte, die Bewohner und Carter jetzt dank unseres Eingreifens wieder bei klarem Verstand sind und auch der ewige Sonnenuntergang einem normalen Tagesverlauf weichen musste.

Carter organisiert uns zum Dank die Reise zu unserem nächsten Ziel, Ulthar, nahe dem verzauberten Wald.