Die Bestie II: Inselreigen #04

Weiter geht es mit der Bestie …

  • Vitus Hartmann
  • Edward Watkins
  • Despina von Bodenschwing
  • (Angus Fergusson)

Ende Januar 1929

Offene Enden

Altägyptisches Pergament

Während Edward, Despina und Arthur den US-Senator Johnson vor einem Bombenattentat retten, lasse ich mit Hilfe eines arabischen Hafenarbeiters das uralte Pergament aus dem Holzkasten übersetzen. Dort ist die Rede von Nophru-Ka und seinem Sohn, der den Mord an seinem Vater rächen und in seinem Namen die Welt beherrschen soll. Er werde die Bestie rufen und unter den Kindern des Pharao ein Blutbad anrichten (vermutlich sind damit alle Ägypter gemeint?).

Der Name Nophr-Ka/Nephren-Ka taucht immer wieder bei unseren Recherchen auf. Er wird in dem Familienstammbaum als Stammesvater genannt, auch wenn der älteste Eintrag einen Nefer-Hotep nennt.

Wohnung von Galea

Wir begeben uns zu der Adresse, die Maria als einen von Galeas Wohnsitzen angegeben hatte. Sie wird seit gestern bereits von Soldaten observiert, die aber niemanden in das Apartment haben gehen sehen. Leider findet sich hier nichts Nützliches. Außer ein paar Flugblättern und Büchern über den Sozialismus gibt es keine Hinweise auf die Separatisten oder den Aufenthaltsort von Galea.

Typhus-Gefahr

Im Labor erhalte ich die Auskunft, dass die sichergestellten Typhus-Erreger zu einer bisher unbekannten Art gehören, deren Inkubationszeit bei drei Monaten liegt und für die es kein Heilmittel gibt. Sollten die Erreger also bereits verschifft worden sein, könnte die gesamte britische Mittelmeerflotte gefährdet sein.

Anschlag am Hafen

Gesellschaftliche Verpflichtungen

Um uns seine Dankbarkeit zu zeigen, lädt uns Senator Johnson zum Dinner ein und am nächsten Tag auch auf seine Yacht, die Pearl. Wir können dem nicht entgehen und erfahren, dass der Senator eine eher pazifistische Einstellung hat.

Die Vereidigung

Für den nächsten Tag ist die Vereidigung von britischen Offizieren geplant. Zu diesem Anlass wird am Hafen eine Musiktribüne aufgebaut und eine Parade vorbereitet. Wir sollen das Schauspiel mit Johnson auf seiner Yacht ansehen. Wir befürchten einen Anschlag und überlegen, ob das Essen mit den Typhus-Erregern kontaminiert werden soll. In der Küche lassen sich aber keinerlei Hinweise darauf finden.

Attacke auf die Yacht des Senators

Da es keine konkreten Anhaltspunkte gibt, begeben uns um 17 Uhr auf die Yacht des Senators, die direkt am Hafen liegt. Schließlich nähert sich ein leichter Kreuzer, die HMS Phlegton. Sie soll eigentlich Salutschüsse zur Feier der Vereidigung abgeben, doch stattdessen feuert das Schiff direkt auf den Kai und die Parade. Wir können den Senator und seine Frau unverletzt von der sinkenden Yacht retten und werden dann sofort zu General Mc Phee gebracht (nachdem man uns zuerst fälschlicherweise am Krankenhaus absetzte). Dieser berichtet uns, dass es aufgrund der schlecht ausgeführten Schüsse nur 16 Tote und ca. 60 Verletzte gibt.

Der Captain der Phlegton Mears ist bisher nicht auffällig geworden, seine Crew besteht aus 120 Mann, die Suche nach dem Kreuzer ist bereits angelaufen. Da die USA den Angriff eines britischen Schiffs auf ihren Senator als Kriegserklärung auffassen könnten, will sich Mc Phee freiwillig als Gefangener zu Senator Johnson begeben. Wir sollen derweil die Hintergründe für den Angriff herausfinden.

Eskalation

Der Tod von General Mc Fee

Am nächsten Tag erreicht uns die Nachricht, dass Mc Phee in amerikanischer Gefangenschaft auf der Pearl getötet wurde. Es ist die Rede von einem wütenden Lynchmob, der den General schwer misshandelt und schließlich ermordet haben soll. Dieser Vorfall verschärft die Situation weiter, da die Briten nun ihrerseits Aufklärung von den Vereinigten Staaten fordern.

Unser „Vorgesetzter“, der Leiter der Passstelle Montague, zitiert uns zu sich und befiehlt uns, der Sache auf den Grund zu gehen. Es wird deutlich, dass er gedenkt, uns die Schuld an einer weiteren Eskalation zu geben.

Untersuchung auf der Pearl

Da der Senator uns vertraut, können wir das Verbrechen auf der Pearl untersuchen. Die Leiche des Generals weist Spuren schwerer Verletzungen wie Schnitte und Blutergüsse auf, die allerdings alle post mortem zugefügt wurden. Der Täter hat zuerst den tödlichen Schuss abgegeben und dann versucht, die Tat nach dem wütenden Angriff durch einen Lynchmob aussehen zu lassen.

Diese Theorie wird durch Despinas und Edwards Erkenntnisse vom Tatort (Mc Phees Kabine) gestützt. Es finden sich keinerlei Kampfspuren, und es hat auch niemand Kampfgeräusche gehört.

Marshall Harper ist verdächtig

Der Sicherheitsbeauftragte Marshall Harper, der sich nach der Rettung des Senators durch Despina und Edward bereits auffällig verhalten hatte, ist nicht aufzufinden. Laut Logbuch war er am Vorabend um 22 Uhr an Bord gekommen, danach angeblich nicht mehr von Bord gegangen. Dennoch findet sich keine Spur von ihm auf der Yacht und Senator Johnson lässt seine Männer nach ihm fahnden. In seiner Kabine finden wir ein Herrentaschentuch mit arabischen Schriftzeichen, die mein Kontakt Mustafa wie folgt übersetzt:

„Der Sohn, der den Schrecken bringt“

Kalte Spur im Krankenhaus

Während wir darauf warten, dass die HMS Phlegton gefunden wird, gehen wir den Hinweisen auf die sonderbaren Unfälle nach, bei denen Menschen mit „Dingen in den Köpfen“ ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Doch alle Unterlagen dazu sind größtenteils geschwärzt.

Die Entführung der HMS Phlegton

Als wir endlich die Nachricht erhalten, dass die Phlegton 5 Meilen entfernt in einer kleinen Bucht aufgebracht wurde, begeben wir uns mit der kleineren HMS Triton sofort dorthin.

Das Schiff ist bis auf einen verletzen Matrosen auf der Krankenstation vollkommen verlassen. Der Mann hatte zu nahe an einem abgefeuerten Geschütz gestanden und infolge dessen sein Augenlicht und den Großteil seines Hörvermögens eingebüßt. Er berichtet, dass das Schiff plötzlich sehr schnell gewendet habe, was darauf schließen ließ, dass es auf ein Notsignal reagiert habe. Nach einiger Zeit habe er ca. 5 Minuten lang „Farben geschmeckt“ und „Töne gefühlt“. Danach habe das Schiff wieder Fahrt aufgenommen und ungefähr eine Stunde später wären starke Vibrationen spürbar gewesen, welche durch das Abfeuern der Geschütze verursacht wurden.

Das Logbuch

Der Bericht des Matrosen deckt sich mit den Logbucheinträgen. Etwa eine Stunde vor dem Angriff auf den Hafen hatte die Phlegton ein Notsignal empfangen und war diesem gefolgt. Die zuletzt eingetragene Position befindet sich nur ein paar Meilen entfernt an der Küste.

Blutbad in der Fischersiedlung

Wir fahren zu den angegebenen Koordinaten und stoßen auf eine kleine Fischersiedlung. Alle Einwohner hier sind erschossen worden, ich schätze, dass sie bereits seit zwei Tagen tot sind. Das würde mit der Ankunft der HMS Phlegton übereinstimmen. Reifenspuren eines schweren Fahrzeugs führen aus der Siedlung heraus.

Wir folgen dem Weg und kommen nach ca. 20 Minuten in ein kleines Dorf, wo uns ein Ehepaar berichtet, es habe vor zwei Tagen einen Lastwagen mit der Aufschrift „St. Julian Canned Food“ gesehen, auf dem viele Männern und eine blonde Frau gesessen haben. Sie wären in die Fischersiedlung gefahren, kurz danach habe ein Fischerboot abgelegt und sei ein paar Meter rausgefahren. Auf Deck habe sich ein großes schwarzes Ding befunden. Dann sei ein britisches Schiff (wohl die Phlegton) gekommen, sei beigedreht und kurz darauf wieder weggefahren. Danach wäre das Fischerboot explodiert und gesunken.

Wir untersuchen die Stelle mit Tauchern, Edward begibt sich sogar selbst in das Schiffswrack. Dort findet er heraus, dass der große schwarze Gegenstand ein Lautsprecher ist, mit dem vermutlich die Mannschaft der Phlegton beschallt wurde. Das erklärt die sonderbaren Eindrücke des verletzten Matrosen.

Neben dem Lautsprecher entdecken die Taucher auch noch Kisten mit medizinischem Material und weiteren Skizzen einer baro-traumatischen Bombe, wie wir sie bereits in der alten Werft bei den Separatisten gefunden haben. Dann stoßen sie auch noch auf eine Karte von Malta, auf der diverse Orte mit Zahlen vermerkt sind. Ihren Zweck wollen wir noch untersuchen.

Theorie zu Anschlag und Motiv

Zusammen mit dem Bericht des Verletzten und dem Logbuch ergibt sich daraus folgende Theorie:

Alicia Livingstone (hier Patricia Bartwell) ließ die Fischerfamilie töten, übernahm ihr Boot, setzte ein falsches Notrufsignal ab, um so die Phlegton anzulocken, und manipulierte die Mannschaft auf bisher ungeklärte Art (evtl. das kreisrunde Artefakt aus dem Schließfach?) mit dem Lautsprecher an Deck, so dass sie den Anschlag auf den Hafen durchführte. Der verletzte Matrose entging diesem Schicksal vermutlich nur, weil er durch den Unfall nichts hören konnte. Danach ließ Alicia Livingstone das Fischerboot samt Lautsprecher und weiterer Spuren versenken.

Der Angriff auf die Parade und den Senator sollte die Beziehungen zwischen Großbritannien und den USA verschlechtern, vielleicht sogar einen Krieg provozieren.

Um den Konflikt weiter zu verschärfen, ermordete Marshall Harper, der vermutlich für Livingstone arbeitet, General Mc Fee.

Welchem Ziel diese geplante Gefährdung des Weltfriedens dient, wissen wir immer noch nicht.

Schreibe einen Kommentar