Die Bestie II: Inselreigen #03

Die Protagonisten geraten in Malta immer tiefer in den Sog von Revolution und politischen Intrigen. Zum allem Übel scheinen auch noch hochgefährliche biologische Erreger unauffindbar zu sein.

Malta, Januar 1929

  • Angus Fergusson
  • Despina von Bodenschwing
  • Edward Watkins

30.01.29
Ein Paket für Colonel Dorset ist abgegeben worden, es enthält einen Zettel mit der Aufschrift: “Adresse erfragen bei Kontaktperson in Zabba, Our Lady of Grace, täglich 16.00 Uhr. Beichtstuhl in St. Jujoun-Kapelle.” Später bringen wir in Erfahrung, dass die mysteriöse Postquittung für eben dieses Paket ausgestellt wurde.

Wir erhalten außerdem endlich die gewünschten Informationen über das ausgeraubte Schließfach. Es wird bezahlt von einem Anwalt aus Melihan, Fabrizio Kaffa, für den eigentlichen Mieter Dr. Amos Gardener. Dieser Spur gehen wir auch gleich nach und suchen den Anwalt auf. Dieser teilt uns mit, dass er Gardener 1910 kennengelernt und dieser sich zerrüttet nach einem Bunkerunfall im Oktober 1925 umgebracht habe. Gardener mietete das Schließfach 2 Wochen nach dem Unfall, posthum bezahlt dies nun weiterhin der Anwalt aus seinem Nachlass, ebenso wie die Kosten für den Sanatoriumaufenthalt von einem Soldaten namens Gus Lister, welche Gardener wohl aus einem Schuldgefühl heraus übernahm.

Unsere Recherchen bei der Militär-Administration nach Gus Lister ergeben, dass er sich seit Juli 1925 im Sanatorium aufhält; er sei durch eine Trommelfellentzündung fast taub geworden und habe Wachdienst bei wissenschaftlichen Projekten in einem Bunker geschoben. Gardener bescheinigte damals seine Dienstunfähigkeit.

Dann forschen wir zurück in der Militärbasis bezüglich des Bunkers nach; die Akte bei den militärischen Liegenschaften bietet alleine ein Deckblatt bei einem der infrage kommenden Bunker. Am 21.05.25 sei dieser bei einer Explosion zerstört worden, er wurde einst als Lagerhalle benutzt, bis er im Januar 1925 für eine militärische Operation eingesetzt wurde.

Ortsbegehung: Der Bunker ist zugeschüttet und somit unzugänglich. Die Dorfbewohner aus der Umgebung berichten, dass Stacheldraht ausgerollt wurde und nicht-militärische Leute gekommen seien. Strafgefangene seien in den Bunker hinein- aber nicht wieder herausgegangen. Man habe Leute lange, große Dinge heraustragen sehen. Leute im Krankenhaus hätten komische Dinge im Kopf gehabt.

Zabba, Treffen mit Kontaktperson: Im Beichtstuhl empfängt eine junge, hübsche Frau, die nervös und unerfahren wirkt, unseren Dorset. Sie gibt ihm Hinweise auf ein Gebäude und die dazugehörigen Türschlüssel. Wir suchen das Haus sogleich auf, das einen verfallenen Eindruck macht, abgesehen von einem mit Kisten vollgestellten Raum, der wirklich sauber ist. Nicht dreckig. In einer der Kisten befinden sich gedruckte Briefe an einen William Stewart, Moderator der Sendung “Grüße aus der Heimat”, in einigen wird Verbandszeug und Proviant gelagert, in anderen Waffen und Munition. Außerdem steht eine Druckerpresse im Raum. Flugblätter für die Revolution liegen herum. Wir informieren das Militär und geben die Briefe an deren Entschlüsselungsteam.

Zurück zur Spur Gus Leitner: Dr. Paul Marly, der Leiter des Sanatoriums, in dem Leitner untergebracht ist, erklärt sich zu einem Gespräch bereit. Leitner sei in einem katatonischen Zustand und Dr. Robert die letzte Person zu der er gesprochen habe, dieser sei aber nicht mehr auf der Insel tätig. Im Bunker sei ein Fund aus einer antiken Ruine untersucht worden. Hineingetriebene Strafgefangene binnen Sekunden gestorben. Der Leiter der Untersuchung war ein gewisser Cromwell, Gardener dessen rechte Hand. Alle 12 Mitarbeiter seien später in einem Büro tot aufgefunden worden, nur Gardener und Lister hätten überlebt.

Durch Recherche bringen wir in Erfahrung, dass auf Malta uralte druidische Tempelanlagen stehen, vor einem sind sehr große Schleifspuren zu sehen.

Die Dekodierung der Briefe hat ergeben, dass diese tatsächlich Codes waren, die in der Radiosendung ausgestrahlt wurden. Ein Brief ist von heute, ein Anschlag in Valetta am Hafen droht. Wir begeben uns um 14.00 Uhr zur Redaktionssitzung und treffen dort auf die junge, hübsche Frau aus der Kirche. Maria hat ein blaues Auge und bricht auf unsere Nachfrage sofort zusammen und gesteht uns, dass Galea, der Schmugglerkönig ihr Freund war. Als eine Frau namens Patricia Cornwell auf der Bildfläche erschien, wurde sie zu seiner Stellvertreterin. Für diese Frau musste Maria Kisten von einem “russischen” Doktor (Victor…?) ins Militärlager schaffen, die inzwischen fort sind. Galeas Hauptquartier befinde sich in einer alten Fabrik, aber sie kenne den genauen Standort nicht.
Wir entfernen den Anschlagbrief aus der Liste der Grußworte, die im Rahmen der Sendung vorgelesen werden sollen. Stattdessen richtet unser falscher Dorset motivierende Grußworte an die Soldaten. Maria nennt uns die Adresse des schlanken, dunkelhaarigen Galea.

Der Anschlag in Valetta konnte verhindert und eine Person, ein gewisser Raoul, dingfest genommen werden, wir versuchen uns an einem Verhör. Raoul fordert Strafffreiheit und bietet uns dafür ein weiteres geplantes Anschlagziel von heute. Nach einigem Hin und Her bekommen wir von dem kritischen Montague ein beglaubigtes Schreiben und begeben uns zügig zum nun von Raoul preisgegebenen Ziel des Anschlags, das St. George Grand Hotel, oberstes Stockwerk. Wiederum nach einigem Hin und Her können wir den Nachtportier von einer drohenden Gefahr zumindest nicht gänzlich unüberzeugt lassen und stürmen die Suite 7, in der unter dem Bett eines schlafenden Paares eine Bombe tickt. Angus sichert draußen die Tür, Dorset schnappt sich die Bombe, ich verweise ihn auf die offene Balkontür. Leider verfehlt Dorset den Hotelpool, aber immerhin kommen keine Personen zu Schaden. Die nun nicht mehr schlafenden Personen, US-Senator Hiran Johnnson und seine Frau, sind verwirrt und dankbar, deren inkompetenter Sicherheitschef Marschal Harper dagegen wird wohl nicht mehr unser Freund.


Geschrieben von Pea.

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