My Little Sister Wants You To Suffer

Vor einiger Zeit nahmen wir uns eines One Shots an, das im Cthulhu Britannica Band von Cubicle 7 (wie auch bspw. King oder Wrong Turn) enthalten ist: My Little Sister Wants You To Suffer. Nun gibt es zum Glück doch noch einen Spielbericht von diesem grandiosen Abenteuer, welches man am besten als eine wilde Achterbahnfahrt durch alle Meta-Ebenen beschreiben kann.

Ich erwache in einer engen Röhre, angeschlossen an Schläuche und anderes medizinisches Gerät. Per Knopfdruck lässt sich die Röhre öffnen. Wie mir geht es noch einigen anderen Menschen, die ebenfalls benommen aus ihren Röhren steigen. In einer defekten Röhre liegt – leblos – eine Art grüner Tentakelmensch?!

Im Spind finden wir Schilder mit unseren Namen und ein paar persönliche Gegenstände. Da wir unter Amnesie leiden, können wir diese nicht konkret den Personen zuordnen und verteilen sie nach dem guten alten Motto: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Ich bin Jennifer; übergewichtig, kurzhaarig, ungeduldig, misstrauisch. Außerdem kann ich mit dem Taser umgehen; dieser und die Süßigkeiten sind mein. Leider existieren nur vier Anzüge für fünf Personen, einer von uns muss nackt bleiben. Ich bin aber so zuvorkommend und verstaue Michael Zigaretten in meiner Tasche. Er hat sowieso kein Feuerzeug.

Wir erinnern uns nur langsam und Stück für Stück an die Umstände vor unserer Bewusstlosigkeit und die anderen Personen, die mit uns zusammen aufgewacht sind. Wir alle waren ganz sicher keine Freunde … Vor dem Röhrenschlaf soll es eine Alieninvasion gegeben haben, meint sich einer aus unserer Gruppe zu erinnern. Suzanna hat sich einen muschelförmigen Gegenstand aus dem Spind genommen, hält ihn sich ans Ohr und erzählt uns, dass sie unter Rauschen ein “auf die 8” gehört habe. Wer’s glaubt.

Wir erkunden den verstaubten Korridor. Von dort führt eine Tür zu einem gänzlich von Pflanzen umwucherten Raum. In diesem Raum steht ein Roboter. Als wir den Raum betreten, werden wir von einem grünen Tentakelwesen angegriffen. Ich kann es zu Boden tasern und wir fesseln es mit Handschellen. Auf seiner Arminnenseite finden wir vier merkwürdige Zeichen.

In dem Raum gegenüber ist alles verdorrt. Dort wachsen nur ein paar olle Pilze.

In einem vierten Raum lagern metallene Kanister in Regalen. Des Weiteren findet sich ein Tisch mit einer für uns rätselhaften Apparatur darin. Alles uninteressant für uns.

Ein fünfter Raum ist komplett leer.

Im sechsten Raum ist eine Computeranlage installiert, ein graues, menschenähnliches Wesen sitzt leblos davor. Joshua kann den Computer hacken. Es ertönen verschiedene Stimmen, die wir bis auf die Mädchenstimme des Computers nicht verstehen können: “Modulcheck ok. Hallo.” Auf unsere Nachfragen hin erklärt sie uns, dass wir uns auf einem Raumschiff befinden und in 73 Jahren auf Beta Canis Majoris ankommen werden. Normalerweise sind sechs Personen zur Bedienung des Raumschiffes an Bord, sie könne aber keine Lebenszeichen außer unseren entdecken. Die obere Habitatebene werde in 30 Minuten evakuiert, die Luftschleusen dann geöffnet.

Viel mehr ist aus dem Computer nicht herauszuholen. In dem Raum befindet sich eine Luftschleuse zu einem Shuttle. Wir bekommen heraus, dass wir diese mit den vier tätowierten Zeichen des Tentakelwesens öffnen können.

Der Energiezustand im unteren Habitat könne repariert werden, sagt uns der Computer. Also steigen wir in das Shuttle und drücken den praktischen Knopf “Autopilot”. Etwas seltsam kommt uns am Shuttle vor, dass unter all den kryptischen Alienzeichen ein Wort auf Englisch steht.

Wir landen nach einem kurzen Flug in der Schleuse zum unteren Habitat und nutzen die Gelegenheit, all unsere Erinnerungsfetzen zusammenzutragen: erst ereignete sich eine Naturkatastrophe, dann fand eine Invasion von Aliens statt. Gegen diese Invasoren erhob sich ein Widerstand. Klingt in eine Reihenfolge gebracht dann doch ganz logisch.

Da Energieprobleme auftreten, sind wir dazu gezwungen, den Maschinenraum zu suchen, in dem aber Strahlung auftreten soll. Ich finde drei Anti-Radiation-Gel-Päckchen und ein Feuerzeug. Michael raucht glücklich und schmiert sich, da ja sowieso nackt, komplett mit dem Gel ein. Es treten noch Irritationen wegen erst nicht und dann doch vorhandener Zigarettenkippen auf, die aber nicht zu aller Zufriedenheit geklärt werden können.

Wir treten aus der Schleuse heraus und gelangen in einen von schwarzem Schleim überzogenen Korridor. In dem schwarzen Schleim hängen geleeartige Eier. Michael und ich werden im Gang von Eiern getroffen, diese versuchen sich an unseren Körper festzusetzen, es gelingt uns aber, diese abzureißen. Wir gelangen in einen Raum mit einem Schrank, in dem wir eine Krone mit vier roten Edelsteinen, sowie schwarze Farbe, Pinsel und ein kleines Messer finden.

Ein weiterer Raum scheint der gesuchte Maschinenraum zu sein; 12 Röhren, viele mit gelblich leuchtender Flüssigkeit, einige leer, ragen darin auf. Zwei sind umgekippt, wir stemmen diese hoch, um den Energielevel wieder herzustellen. Leider habe ich kein Radiation Gel benutzt und fühle mich sehr verstrahlt.

Es ertönt ein ohrenbetäubender Krach; der Selbstzerstörungsmechanismus des Schiffs hat sich eingeschaltet. Es bleiben keine 10 Minuten um von Bord zu kommen!

Wir kämpfen uns auf der Suche nach den Rettungskapseln durch schießende Eier den Gang weiter hoch zu einem weiteren Raum, in dem zwei grüne Wesen gerade Konsolen zerstören. Wir belassen es dabei und suchen einen weiteren Raum auf und finden darin endlich Rettungskapseln – 6 Stück für 5 Personen. Leider sind bis auf die von Michael und mir alle defekt, wie sich aber erst in den Kapseln selbst herausstellt. Wir werden ins All katapultiert … BUMM!

Wir erwachen allesamt in einer Fernsehshow. Michael und ich sind die Sieger. Aber doof gucken wir alle.


Geschrieben von Pea.

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