Der nicht-euklidische Artefakt-Generator

Im Monat August dreht sich im Karneval der Rollenspielblogs alles rund um das Thema Artefakte – moderiert von Spiele im Kopf. Da es bei CTHULHU ja auch öfters um eben solche seltsamen und obskuren Gegenstände geht und man als Spielleiter an dieser Stelle möglicherweise schnell ins Schwimmen kommt, wenn man die Ebene des “Worte können nicht beschreiben …” verlässt, so gibt einem der folgende W10-basierte nicht-euklidische Artefakt-Generator einen schnellen und zuverlässigen Gegenstand an die Hand, der die Gruppe vielleicht ein wenig beschäftigen kann.

Die Beschreibung des nun folgenden Gegenstandes, dessen wahrer Ursprung vermutlich niemals bestimmt werden wird, erfolgt mit der größten Mühe und Genauigkeit, die die heutigen Wissenschaften und deren gebildeten Experten aufbieten können. Gleichwohl bleibt festzustellen, dass die menschliche Sprache ein solches Artefakt nur unzureichend, ja geradezu hilflos charakterisieren kann.

Zunächst einmal fällt dem Betrachter auf, dass es sich um einen Gegenstand bestehend aus …

  • 1-5 … einer einzigen Komponente …
  • 7-8 … zwei verschiedenen Komponenten …
  • 9 … drei unterschiedlichen Komponenten …
  • 10 … unzähligen, ineinander verschlungenen Komponenten …

… handelt. Das jeweilige Material selbst lässt sich am besten beschreiben als …

  • 1 … dunkles, fast gänzlich schwarzes Holz; möglicherweise aus dem Herzen eines sehr alten Walds, dessen Bäume bereits so manche Geheimnisse erlebt zu haben scheinen.
  • 2 … aus einer Art Ton oder Keramik bestehend, das eine dunkelrote, fast braune Farbe angenommen hat und an einigen Stellen etwas glasig wirkt.
  • 3 … milchiges Glas, an dessen Oberfläche sich Schlieren abzeichnen, wie die gewaltigen purpurnen Wolkenbänke eines drohenden Sturmes.
  • 4 … eine Art Kristall mit merkwürdig geformten Einschlüssen, deren Ursprung oder Bedeutung völlig unklar ist.
  • 5 … Perlmutt, doch ohne das Edle und Erhabene daran, sondern mehr wie ein blässlicher, ja fast kränklicher Farbton, der einem toten Fisch ähnelt.
  • 6 … Bronze oder einer Bronzelegierung, die an einigen Stellen merkwürdig geformte Flecken aufweist.
  • 7 … Silber, das an manchen Stellen bereits angelaufen ist; ob durch den Zahn der Zeit oder aufgrund einer Reaktion mit anderen Substanzen erschließt sich nicht.
  • 8 … Gold; doch wenn es einmal geglänzt haben sollte, so ist von dieser einstigen Schönheit nichts mehr übrig geblieben und so erscheint es jetzt eher matt.
  • 9 … organisch, jedenfalls kann man aus den Augenwinkeln manchmal obszöne Veränderungen an der Struktur erkennen, die einen lieber schnell den Blick abwenden lassen wollen.
  • 10 … nicht mit den uns bekannten Methoden charakterisierbar; es entzieht sich einfach einer eindeutigen Klassifizierung und dies lässt nur den grauenvollen Schluss zu, dass es möglicherweise nicht irdischen Ursprungs ist.

Setzt man das Objekt in Relation zu anderen, sicherlich weitaus weniger verstörenden Dingen des Alltags, so kann es am Besten als …

  • 1 … geradezu winzig …
  • 2 … sehr klein …
  • 3 … faustgroß …
  • 4 … mannshoch …
  • 5 … gedrungen …
  • 6 … erschreckend breit …
  • 7 … zu groß …
  • 8 … handlich …
  • 9 … schwerlich von einem Menschen zu transportieren …
  • 10 … unbeschreiblich groß …

… bezeichnet werden. Dabei entspricht die Form am ehesten …

  • 1 … einem Würfel …
  • 2 … einem Tetraeder …
  • 3 … einer Pyramide …
  • 4 … einem Prisma …
  • 5 … einem Oktaeder …
  • 6 … einem Zylinder …
  • 7 … einem Kegel …
  • 8 … einer Kugel …
  • 9 … einem Ring …
  • 10 … etwas Nicht-euklidischem …

… wobei eine solche Feststellung vermutlich von gewissen Gelehrten entschieden zurückgewiesen werden und die allgemeine Lehrmeinung über die Geometrie auf eine harte Probe stellen würde.

Wollte man sein Alter schätzen, so käme man zu dem Schluss, dass …

  • 1 … es sehr alt, vielleicht Tausende von Jahren, sein muss.
  • 2 … geradezu unnatürlich neu aussieht.
  • 3 … es so gut wie neu aussieht.
  • 4 … es sehr lange Zeit irgendwo großer Hitze oder hohem Druck ausgesetzt sein muss.
  • 5 … es mindestens einige Hundert Jahre alt sein muss.
  • 6 … es 10.000 Jahre oder mehr alt sein muss.
  • 7 … es irgendwann in der letzten Eiszeit zum Vorschein gekommen sein muss.
  • 8 … es vermutlich neueren Ursprungs ist.
  • 9 … es Äonen verborgen gelegen haben muss.
  • 10 … sein Alter nicht zu bestimmen ist.

Beschäftigt man sich eingehender mit dem Artefakt, so kommt man nicht umhin festzustellen, dass es …

  • 1 … in gewisser Weise transparent …
  • 2 … auf eine merkwürdige Art elastisch …
  • 3 … sehr hart …
  • 4 … unnatürlich warm …
  • 5 … beunruhigend kalt …
  • 6 … magnetisch …
  • 7 … möglicherweise hohl …
  • 8 … überraschend leicht …
  • 9 … erschöpfend schwer …
  • 10 … blasphemisch leuchtend …

… zu sein scheint. Allerdings sind auch hier die Grenzen der bekannten wissenschaftlichen Methoden schnell erreicht und hinterlassen den geneigten Betrachter eher hilflos und aufgewühlt.

Verlässt man die Ebene der klassischen Wissenschaften und wendet sein Wissen um die verborgenen Mythen dieser Welt an, so offenbart sich vielleicht der folgende Effekt des Artefakts, wenngleich zuvor möglicherweise noch Rituale oder andere blasphemische Handlungen durchzuführen sind.

  • 1 … Es umgibt einen mit einer Art natürlichen Rüstung, die jedoch auf andere Personen in höchstem Maße abschreckend wirkt.
  • 2 … Es erzeugt ein Gefühl der Ruhe und Geborgenheit und führt zu einer Erhöhung der geistigen Stabilität.
  • 3 … Es erzeugt ein Gefühl der Unruhe und Angst und führt zu einer Verminderung der geistigen Stabilität.
  • 4 … Es erlaubt nach einem gewissen Zeitraum der Meditation das Speichern von Magiepunkten. Diese können danach wieder abgerufen werden.
  • 5 … Es hat einen giftigen Effekt auf alles Lebende in seinem direkten Umfeld.
  • 6 … Es durchdringt sehr langsam, jedoch beständig, sämtliche Materie auf der es liegt oder steht.
  • 7 … Es erlaubt den Blick in ferne Gestaden und ebenso, diese zu betreten.
  • 8 … Es beherbergt etwas, was alles daran setzt, um frei zu kommen.
  • 9 … Es ermöglicht Kontakt mit etwas aufzunehmen, was lieber niemals von der Existenz desjenigen hätte erfahren sollen.
  • 10 … Es löscht alles um sich herum aus.

4 Gedanken zu „Der nicht-euklidische Artefakt-Generator“

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