Arkham Horror

Wie jetzt Arkham Horror? Das Tabletop-Spiel, das seit Äonen (2006) auf dem Markt ist? Noch nicht gespielt? Trotz Cthulhu Pen & Paper-Runde? Lebt ihr auf dem Plateau von Leng?

Ähem, seit gestern hat auch Chaotisch Neutral diese Nachlässigkeit abgestellt.

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Cover des Arkham Horror Brettspiels

Arkham Horror lauerte bislang gut abgehangen im Schrank und hielt seine nicht-euklidischen Inhalte vor den neuigierigen Blicken der Ermittler verborgen. Nach dem Auspacken brachte die schiere Masse an Karten und Markern die geneigten Bewohner von Arkham zunächst fast ins Wanken. Mit reichlich Youtube-Videos und der Lektüre der nicht wirklich guten Anleitung, bei der viele Passagen zu einem Thema auf unterschiedlichen Seiten untergebracht sind, ging es dann jedoch trotzdem los.

Von den sechs Ermittlern am Tisch hatte nur einer das Spiel ansatzweise gespielt und ein anderer besagte Videos gesehen. Der Beginn gestaltete sich entsprechend zäh. Dennoch – und eben ohne großen Plan – hat das Spiel Zug für Zug seine taktische Komplexität entfaltet. Beispielsweise hat sich eine Mitstreiterin gleich am Anfang einen Fluch eingehandelt und im Laufe des Spiels wurde dann klar, dass man diesen an bestimmten Orten wieder loswerden kann. Nur mussten dafür gewisse Voraussetzungen geschaffen werden. Notiz am Rande: Kurz nachdem sie ihren Fluch los wurde, kam der Große Alte Yig, der wiederum alle Spieler gleich mal verflucht hat. Ouch.

Gespielt wurde etwa fünf Stunden. Alle sind gestorben, die Welt ist untergegangen. Was bleibt ist ein Spiel, welches unheimliche taktische Tiefe und Komplexität aufweist, dabei den Geist und die Stimmung von Cthulhu 100%ig eingefangen hat. Das Spiel hat aber eben auch eine extrem steile Lernkurve, die die Besteigung des Kadath wie einen Ausflug ins Nichtschwimmerbecken erscheinen lässt.

Fazit: Das erste Spiel abhaken. Das zweite Mal wird bestimmt (noch) besser. 😉

Tipp: Unbedingt Spielhilfen aus dem Netz besorgen!

4 Gedanken zu „Arkham Horror“

  1. Stimmt natürlich und eigentlich ziemlich erstaunlich, dass es das schon so lange gibt. Für ein Remake ist es aber gut gelungen. Bei Cosmic Encounter bspw. war die “Plastik”-Neuauflage eher erschreckend.

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